Le 1er dimanche

Inhaltsverzeichnis

Das Projekt

Zwischen September 2009 und Dezember 2012 gab es in Porrentruy die Ausstellungsreihe zeitgenössischer Kunst mit dem Titel Le 1er dimanche. Wie der Titel es schon anzeigt, war das Maison Turberg als Ort der Ausstellungen jeweils am 1. Sonntag des Monats offen.

Gezeigt wurde objektorientierte Kunst, mit dem besonderen Augenmerk, zeitlich gestaffelte, grosse Werkschauen einzelner Künstlerinnen und Künstler aufzubauen. Dabei gestaltet sich die Ausstellungskonzeption fliessend. Zwischen den Sonntagen geschahen also Mutationen bezüglich Künstlernamen und Werken.

Möglich wurde die Ausstellungsreihe Le 1er dimanche durch die Initiative der Eigentümer des Maison Turberg und der partizipierenden Künstlerinnen und Künstler.

Le 1er dimanche: Schild und Logo

Abbildung 1: Le 1er dimanche: Schild und Logo

Der Ort

Maison Turberg, 42, rue Pierre-Péquignat, 2900 Porrentruy

Das Maison Turberg liegt mitten im historischen Stadtkern von Pruntrut am Fusse des Schlosses. Es ist als mächtiges Bürgerhaus prägend für das Altstadtbild von Porrentruy. Als Baujahr wird 1569 angegeben. Zuletzt war es im Besitz der Stiftung von Rémy Zaugg, die zusammen mit den Architekten Herzog & de Meuron eine Renovierung begann. Diese blieb unvollendet, nachdem sich die Stiftung nach dem Tod von Remy Zaugg aufgelöst hatte.

Nach der Übernahme der Liegenschaft durch einen neuen Besitzer im September 2009 wurden drei Etagen des Maison Turberg (ca. 500 qm) für die Ausstellungen unter dem Label Le 1er dimanche genutzt.

Das Maison Turberg, Vorplatz und Eingang

Abbildung 2: Das Maison Turberg, Vorplatz und Eingang

Das Maison Turberg, südliche Fassade

Abbildung 3: Das Maison Turberg, südliche Fassade

Das Maison Turberg, nördliche Fassade

Abbildung 4: Das Maison Turberg, nördliche Fassade

Das Konzept

Zu Beginn stand das Angebot und die Gelegenheit, das Maison Turberg für Ausstellungen frei zu nutzen. Die (nicht) vorhanden Mittel und die je persönlichen Möglichkeiten sowie die Unsicherheiten in Bezug auf die Nutzungsdauer des Maison Turberg diktierten sodann den Entwurf des Betriebs- und Ausstellungskonzepts.

  • Geöffnet jeweils am 1. Sonntag des Monats.
  • Jede Öffnung wird unter dem Label Le 1er dimanche neu angezeigt.
  • Fliessende Ausstellungskonzeption. Zwischen den Sonntagen geschehen
    also Mutationen bei Künstlernamen und Werken. Die einzelnen
    Positionen bleiben jeweils während vier aufeinanderfolgenden
    Le-1er-dimanche-Sonntagen ausgestellt.
  • Gezeigt wird zeitgenössische Kunst aus dem regionalen und nationalen
    Umkreis.
  • Performative Aktionen in lockerer Folge.
  • Budget = 0, also werden Arbeiten und Kosten durch Eigenleistungen
    abgedeckt.
  • Ev. Geschäfte werden allein durch die Ausstellenden abgewickelt.

Die Essenz

Eine im August 2012 gezogene, subjektive Bilanzierung des Projekts, im Hinblick auf dessen weitere Entwicklung.

Der erste Le 1er dimanche war im September 2009. Am Ende zählten wir den dreiunddreissigsten Le 1er dimanche. In diesen 33 Monaten waren 33 Ausstellungskonstellationen mit Werken von 38 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. Bei einer geschätzten, durchschnittlichen Besucherzahl von 35 Personen pro Sonntag haben gegen 1200 Personen die Ausstellungen im Maison Turberg besucht. Es bleibt zu erwähnen, dass diese 1200 Besucher nicht nur gut gebaute Ausstellungen mit feinen Kunstwerken in umfassender Medienvielfalt zu sehen bekamen, sondern auch (gratis) bewirtet wurden. Wenn die Besucher und die Ausstellenden dabei so positive Erfahrungen machten wie wir selbst, so dürfen wir heute die Geschichte von Le 1er dimanche als Erfolg beschreiben.

Die besondere Ausstellungskonzeption von Le 1er dimanche, in deren Folge sich die Ausstellungskonstellation stets verändert, bringt parallel eine interessante und wertvolle Publikumskonstellation mit sich. So ist Le 1er dimanche über die Monate zu einer Begegnungszone geworden, in der Gespräche geführt und sich leicht auch neue Kontakte knüpfen lassen. Die kompakt gehaltenen Öffnungszeiten tragen zu dieser Qualität eher bei, als dass sie ihr abträglich wären. Denn hier greift ja alles Gegebene ineinander: Der ungewöhnliche Ort, die Komposition der Ausstellungen und die achtsame Bewirtung formen sich zum Erlebnis. Das Erlebnis wiederum wird die Besucherschaft gerne weitererzählen.

Wir sind uns bewusst, dass dieser relative Erfolg auch auf der geleisteten Arbeit der Rémy Zaugg Stiftung an der Infrastruktur des Maison Turberg beruht. Diese Ausbauten durften wir gleichsam übernehmen, um das Projekt Le 1er dimanche darin aufzuführen. Andererseits wird durch die gegenwärtige Nutzung, durch die jetzigen Engagements von Besitzer, Koordinationsteam und Ausstellenden die urprüngliche Absicht in die Tat gesetzt: nämlich das Maison Turberg der Kunst und Kultur zu öffnen.

Das Team

  • Catrin Lüthi K
    Künstlerin, Skulptur, Objekte, Installationen, Kunst am Bau,
    Ausstellungstätigkeit
  • Christine Dürr
    Künstlerin, Malerei, Ausstellungstätigkeit
  • Paul Zoller (Leitung)
    Künstler, Malerei, Fotografie, Ausstellungstätigkeit,
    Kulturjournalist (Bildende Kunst)

Die Ausstellungen

Alex Silber Company

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Von einem Belagerungszustand ist die Rede. Die Inszenierung der Objekte verschiebt die Bedeutungsebenen. Die dabei verwendeten Materialien sowie der ungewohnte Sprachgebrauch schaffen neue Sachverhalte und Zusammenhänge angesichts aktueller Tagesthemen.

Il est question d'un état de siège. La mise en scène des objets déplace les niveaux de signification. Les matériaux employés ainsi que l'usage original du langage génèrent de nouveaux faits et corrélations en relation avec des thèmes du jour.

…​nach der sehr guten, professionellen, schönen und nachhaltigen Erfahrung, die ich mit euch als Team und dem besonderen Ort als solchen erleben durfte!

Alexandre Caldara, Catherine Dethy

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Ich werde Indien in Gedanken nochmals besuchen. Die Tänzerin Catherine Dethy wird mich auf dieser Reise begleiten. Eine Performance.

Je vais revisiter mes sensations d'Inde. La danseuse Catherine Dethy m'accompagnera dans ce voyage. Une performance.

Alexandre Caldara, Catherine Dethy

Andrea Wolfensberger

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Der blaue Mohn, wie er im Wind schwankt und dabei immer wieder den fernen Berg verdeckt: Blau als Strahl. Neben dem Monitor die Gipsplatte, konvex geschweift, im selben Blau der Ferne wie der Berg: Blau als Material.

Le pavot bleu se balance dans le vent et, à chaque mouvement, masque la montagne au loin. Bleu en tant que rayon. A côté de l'écran, le panneau de plâtre, travaillé de manière convexe, dans le même bleu, l'horizon comme la montagne: bleu en tant que matière.

Andreas Frick

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Vier Vitrinen. In ihnen sind kleine bis kleinste Arbeiten meist auf Papier zu sehen, Notationen, Skizzen - das gedankliche Rückgrat der künstlerischen Arbeit der letzten Jahre. Vier Vitrinen. Freiräume für Konstellationen und Assoziationen.

Quatre vitrines. A l'intérieur se trouvent de petits, voire très petits travaux, notations et esquisses, le plus souvent sur papier. L'épine dorsale de la réflexion au sujet des oeuvres artistiques de ces dernières années. Quatre vitrines. Espaces pour constellations et associations.

Ich erlebe Le 1er dimanche als einen Ort, wo künstlerische Experimente möglich sind. Das schätzte ich sowohl als Künstler, finde es aber auch als Besucher interessant. Da sind immer wieder spannende Momente zu erleben! Ich konnte etwas Neues ausprobieren, was in einem andern Ort nicht unbedingt so einfach wäre. Ich finde auch euer Engagement sehr toll. Ihr macht das Turberg zu einem Treffpunkt. Vor allem die reichhaltigen Buffets sind immer wieder ein Genuss. Durch die lange Anreise ist ein Besuch bei euch immer mit einem Tagesausflug verbunden und führt zu Begegnungen, darum ist die Gastlichkeit mehr als nur eine nette Begleiterscheinung, sondern Teil vom Konzept, so sehe ich das auf jeden Fall. Diese «Reislis» geben neue Impulse in die Basler Szene, ich lernte durch euch gewisse Künstler besser und andere neu kennen. Ihr seid sehr offen für künstlerische Positionen, man kann einfach mit euch ins Gespräch kommen, das ist sehr schön. Solche Räume, die professionell geführt sind und trotzdem offen und zugänglich sind fehlen ganz generell! Das Konzept mit dem Turnus ist gut, ermöglicht das doch, jeden Sonntag eine etwas andere Ausstellung zu sehen. Ein Problem allerdings sehe ich darin, dass es so etwas schwierig ist, unter den Künstlern die Ausstellungen gemeinsam abzusprechen. Es liegt an euch, an der kuratorischen Arbeit, einen Dialog unter den gezeigten Positionen herzustellen. Was ich etwas vermisse ist die Verbindung zum Ort und zu jurassischen Künstlern. Das Projekt ist stark auf Basel ausgerichtet. Begegnungen über die Sprach- und Kulturgrenze hinweg sind schwierig. Das experimentelle, vielleicht auch ortsgebundene Arbeiten dürfte meines Erachtens noch verstärkt werden.

Andreas Frick

Anita Kuratle

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Catrin Lüthi K

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Die aktuellen Arbeiten sind Ausdruck der Auseinandersetzung mit Raum und Architektur: die Betrachtung von Baustellen, die vergleichende Sicht zwischen übergeordneten Strukturen und einzelnen Bauten - die Stadt zwischen Plan und Wucherung. Abbruch, Aushub und Aufbau, Baulücken, Grundrisse, Umgrenzungen, Territorien, Schichtungen…​

Catrin Lüthi K

Christine Camenisch, Johannes Vetsch

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Deux videos traduisent la perception altérée de volumes statiques et en mouvement par des échantillons animés, minimalistes.

Christine Camenisch, Johannes Vetsch

Christine Dürr

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Diese Malerei zu klassifizieren, scheint einfach zu sein. Der Betrachter fühlt sich sofort an die Werke erinnert, wie man sie aus der Minimal Art kennt, so reduziert und durchstrukturiert, so objektiv einfach geben sie sich.

Tatsächlich die Malerei einige der dort abgehandelten Absichten auf, da wären Vereinheitlichung, klares Ordnen von Formen und Beziehungen. Solch allgemeinen wie strengen Vorgaben sind aber nicht der Grund, die Werke zu schaffen, vielmehr gelingt es, die Vorgaben sozusagen als bildnerisches Material zu nutzen und sie so zu ihren eigenen Aussagen umzusetzen oder sie metaphorisch als persönlichen Ausdruck einzusetzen.

Christophe Bregnard

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Materialien wie Polyester, Terrakotta und Autolacke. Fertigungstechniken, mit denen die Formen und Farben hier auf Hochglanz poliert sind, dort der Rohling bleibt. Plastiken, die vom Vollen und vom Leeren handeln.

Le sculpteur identifie des formes à venir, à partidéste matériaux et du milieu industriel. Usant de techniques diverses et de couleurs inspirées du pop Art, il travaille le polyester et la terre cuite en vu de réaliser des oeuvres faites de pleins et de vides, qui alternent rugosité et poli.

Corsin Vogel

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«Imprimerie Turberg» stand damals auf der Fassade. Ein Paar Schritte auf dem Kies und schon tauchen verlorene Klänge wieder auf. Boris Vian ist auch nicht weit. Eine Klanginstallation.

Jadis, l'inscription «Imprimerie Turberg» ornait la façade. Quelques pas sur le gravier et déjà resurgissent des sonorités perdues. Rémy Zaugg et Boris Vian ne sont pas loin. Une performance et des installations sonores.

Le 1er dimanche offre un regard riche et diversifié sur la création contemporaine régionale et internationale grâce à un travail curatorial mené par plusieurs artistes. Le 1er dimanche bénéficie d'un lieu extraordinaire, dont l'histoire si particulière résonne encore à travers les murs du bâtiment : une ancienne imprimerie, puis l'ex-fondation Rémy Zaugg et aujourd'hui une maison qui nourrit mon travail d'artiste et qui dispose d'un magnifique potentiel pour y exposer des oeuvres, y créer des installations et y réaliser des performances. La formule très conviviale d'un buffet accompagnant l'ouverture régulière mais (trop) rare du lieu permet de faciliter les échanges enhiver contre la rigueur du froid

Corsin Vogel

Daniel Schoch

Dorothee von Rechenberg

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Die S/W-Fotoarbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Film und Fotografie. Sie zeigen Szenen mit Unschärfen und Brüchen, wie sie Träumen eigen sind – sie scheinen schlüssig, folgen aber nicht einer realen Logik.

Les travaux photographiques en noir/blanc se situent à la frontière entre film et photographie. On y découvre des scènes avec flous et rup tures, propres aux rêves; un monde qui paraît abouti, sans suivre cependant une logique réaliste.

Le 1er dimanche ist für mich: eine fantastische Künstlerinitiative, mit gutem Konzept und stringenter Durchführung, guter Betreuung durch das Kuratorenteam, in einem grosszügigen Haus mit wunderbaren Bespielungsmöglichkeiten in unterschiedlichsten Räumlichkeiten, mit viel Raum für die jeweiligen Künstlerpositionen (gewissermassen Einzelausstellungen im Verbund mit den anderen KollegInnen), wunderbarer und sehr geschätzter Treffpunkt für Austausch zwischen Publikum und KollegInnen, äusserst liebevolle und ungewöhnliche kulinarische Begleitung. Le 1er dimanche ist ein Projekt von grosser Ausstrahlung (weit in die Rest-Schweiz hinein!), von hoher Qualität mit grosser Attraktivität für Aussteller und Besucher, ist fest verankert und geschätzt in immer breiter werdenden Kreisen von Besuchern, Künstlern und Interessierten. Le 1er dimanche braucht und verdient nach den äusserst gelungen Startjahren mit ausschliesslich ehrenamtlicher Arbeit durch das Kuratorenteam dringend einen verbindlichen Rahmen und ein solides Fundament in Bezug auf eine finanzielle Förderung und im Hinblick auf die zeitlichen und räumlichen Perspektiven. Wir brauchen solche Orte, solche Initiativen, solche Engagements!

Dorothee von Rechenberg

Edit Oderbolz

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Le 1er dimanche wird von den Betreibern sehr sorgfältig und umsichtig organisiert, was ich schätze und als grosse Qualität verstehe. Mir gefällt ihre Offenheit gegenüber dem Ort, den KünstlerInnen, den Arbeiten, die vieles zulässt und ermöglicht. Mit dem Konzept des fortlaufenden Austauschen der ausgestellten KünstlerInnen, entstehen ungeahnte und spannende Konstellationen. Le 1er dimanche ist ein Ausstellungsraum der Platz für Begegnungen und Dialoge bietet und diese auch kultiviert.

Edit Oderbolz

Esther Hiepler

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Das Süsse und das Dunkle - Bilder, Texte und Objekte.

Le doux et le foncé - images, textes et objets.

Esther Hiepler

Eva Wandeler

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Wo körperliche Funktionen erweitert werden sollen, kommen Werkzeuge zum Einsatz – tools. «Tools» sind Forschungsergebnisse, hybride Ergänzungen des Leibes, die unvermeidbar auf den Menschen und sein Funktionieren zurückwirken. Filmische Loops.

Lorsqu'il s'agit d'élargir des fonctions corporelles surviennent les outils. Ces "Tools" sont des aboutissements de recherches, des compléments hybrides du corps qui agissent irrémédiablement à leur tour sur l'humain et ses fonctions. Boucles cinématographiques.

Eva Wandeler

Federica Gärtner

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Im Dickicht labiler, rational nicht fassbarer Zwischenzonen, öffnen sich Assoziationskreise, ohne sich wieder zu schliessen. Hinter den Andeutungen lauert das im Unbewussten Geahnte.

Dans le fourré s'ouvrent, sans se refermer, des cercles associatifs de zones intermédiaires rationnellement insaisissables. Un imaginaire jaillissant guette derrière ces pistes.

Fraenzi Neuhaus

Gabriella Disler

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Gewohntes und Dagewesenes entdecken - die entstehende Wirklichkeit wie zufällige Orte zwischen den Räumen. Fotografien, aufgenommen im Maison Turberg.

Découvrir, au fil des salles, des éléments familiers, passés-présents; la genèse d'une réalité, à l'image de lieux incertains. Des photographies prises dans la Maison Turberg.

Gabriella Disler

Geneviève Morin

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Ein besonderer Ort, wo man grosszügige Ausstellung konzipieren und realisieren kann. Die sonntäglichen Anlässe sind einmalig, qualitativ hochstehende Ausstellungen werden geboten. Der wunderbare Buffet ist auch beinahe als Kunstwerk einzustufen. Kein Wunder also, dass die Besucher sich Zeit lassen und gerne verweilen.

Geneviève Morin

Georgette Maag

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Nachtkerzen entfalten sich nach und nach; ein visuelles Nocturne im stillen Raum - eine Videoprojektion. Rosa Haus; ein vergessener Ort, unverhofftes Grün - Fotografien.

Des bougies à l'essence d'onagre se consument doucement; un nocturne visuel dans une pièce silencieuse - une projection vidéo. Une maison rose; un lieu oublié, un vert inespéré - photographies.

Für mich war es allein schon ein inspirierendes Erlebnis, durch dieses geschichtsträchtige Haus zu wandeln, in diesen Räume zu arbeiten und auszustellen. Spannend, das wechselnde Zusammenspiel und der Austausch mit den verschiedenen Kunstschaffenden. Hinzu kommt das Maison Turberg als Gastort, als Zeitinsel. Durch die Konzentration auf diesen einen Sonntag im Monat und das grosszügige Buffet entsteht ein weiterer Raum für Begegnungen und Gespräche, eine Art Zeitinsel. Die BesucherInnen reisen extra an, aus den verschiedensten Regionen der Schweiz, verweilen hier, sind neugierig, auch auf andere Positionen, die sie hier entdecken. Hier überschneiden sich die verschiedenen Kunstkuchen ganz selbstverständlich beim Kuchen essen. Sehr bereichernd!

Georgette Maag

Gert Handschin

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Das Kuratorenteam trifft ihre Auswahl sehr sorgfältig. Sie versuchen einen Bezug zwischen den gezeigten Arbeiten herzustellen. Die Arbeiten scheinen sich auf die Räume zu beziehen, auch wenn sie nicht immer extra für diesen Ort geschaffen wurden.Der Ort selbst ist ein wunderbarer Treffpunkt mit anderen Künstlern oder mit Kunstinteressierten. Da man einen gewissen Weg auf sich nehmen muss um hin zu gelangen, nimmt man sich entsp\\ ld Zeit um dort zu verweilen. So hat man Zeit, um sich in die Ausstellung und die dort gezeigten Arbeiten zu vertiefen und sich auch auf ein längeres Gespräch miteinander einzulassen. Zudem macht die gute Verköstigung den Aufenthalt sehr angenehm. Das Konzept des versetzten Wechsels der KüntlerInnen bringt ein ausgeweitetes Publikum nach Porrentruy und ermöglicht verschiedene spannende künstlerische Begegnungen. Einzig die Einschränkung, dass von Künstlerseite keine Kombinationen vorgeschlagen werden können war in meinem Fall zuerst ein wenig schade, dafür ergaben sich wiederum spannende neue Begegnungen für mich. Also letztlich hatte auch dies seine positive Seite.

Gert Handschin

Gertrud Genhart, Ralph Hauswirth

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…zeichnen Striche und baut Linien in den Raum. Eine Installation.

…déssine et construit des lignes dans l'espace.

Als Besucherin schätze ich Le 1er dimanche vor allem wegen der angenehmen Atmosphäre, die die VeranstalterInnen mit einem herzlichen Willkommenheissen und Apero bieten. Es erwarten einem spannende Ausstellungen, die unter den BesucherInnen, KünstlerInnen und VeranstalterInnen zu anregenden Gesprächen führen. Man kann gut verweilen, auf Entdeckungsreisen im Hause gehen und trifft immer wieder auf ebenso an Kunst interessierten Menschen. (Laien ebenso wie Fachleute) Als teilnehmende Künstlerin genoss ich die grosse künstlerische Freiheit. Ohne mich gedrängt zu fühlen, konnte ich während drei Tagen zusammen mit meinem Partner Ralph Hauswirth, der auch Künstler ist, adhoc eine über mehrere Räume greifende Installation aufbauen. Diese Arbeit hat uns auf inhaltlicher Ebene neue Wege eröffnet - wir wollen weitere gemeinsame Installationen entwickeln. Und im Konkreten ist daraus die Einladung zur Ausstellung RESONANZAS im Zentrum für Gegenwartskunst NAIRS, 2011 hervorgegangen.Es ist wichtig, Ausstellungsorte zu haben, wo ein Ausprobieren und Experimentieren möglich ist. Das eigene Atelier bietet erstens räumlich nicht die gleichen Voraussetzungen und zweitens würde die Öffentlichkeit fehlen, wie sie im Maison Turberg mit den sonntäglichen Ausstellungen geboten sind.

Gertrud Genhart, Ralph Hauswirth

Gianin Conrad

Irene Thomet

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Das Maison Turberg ist ein Bijoux! Es ist ein Forum der Gegenwartskunst der delikaten Art. Es treffen sich Kunstschaffende, die eine dichte, langjährige und professionelle Arbeit vorweisen. Mir kommt es so vor, dass die Ausstellenden ihre Energie eher auf eine konzentrierte Atelierarbeit richten als auf eine geschäftstüchtige Platzierung in der Kunstöffentlichkeit. Es ist Euer Verdienst, diese ruhigen Maler, Bildhauer, Fotografen, Installations- Video- und Performancekünstler hervorzulocken und sie in überraschenden Konstellationen in einem spannenden von Euch entwickelten rotierenden Ausstellungskonzept in den exquisiten und beinahe unzähligen Räumen des Maison Turberg aus dem 16. Jahrhundert zu zeigen.Das Einrichten meiner damaligen Ausstellung mit der fachkundigen Unterstützung war ein gutes Erlebnis mit einigen bildnerischen Überraschungen. Der regelmässige Besuch in Porrentruy bietet Gelegenheit zu hochinteressanten Gesprächen und auch zu Experimenten.Nicht zu vernachlässigen ist die Qualität der Bahn- und Autoreisen nach Porrentruy. Oft findet bereits da schon ein intensiver Austausch mit Freunden und Bekannten über Kunst- und Ateliererlebnisse statt. Einen Rundgang durch das charmante Städtchen und einen kurzen Abstecher ins Café gegenüber, wo man auf die sonntäglich gekleidete Ortsbevölkerung trifft, lasse ich mir ungern entgehen. Le 1er dimanche ist ein Magnet für Kunstinteressierte aus der ganzen Schweiz. Ich freue mich wirklich in regelmässigen Abständen da aufzutauchen!

Irene Thomet

Joseph Bey

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Universale Forschungen. Befragung der Beziehungen zwischen Mensch und Welt und dessen Auseinandersetzung mit dem Universalen. Bildobjekte.

Chercheur d'univers. Au travers de son oeuvre il interroge le rapport entre l' homme et notre monde. La première décision et rencontre avec notre univers. Objets d'image.

Lynn Catania Voeffray

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I paint directly with chemicals on copper plates that which captivates me at the moment of working in the nature around me, so recording the landscape of experiencing and the experiencing of landscape.

Je peins en appliquant des produits chimiques directement sur des plaques de cuivre. Ce qui me passionne actuellement, c'est de travailler en plein air et de reproduire tant l'expérimentation de la nature que la nature de l'expérimentation.

Lynn Catania Voeffray

Marcel Scheible

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Die geballte Kunstgeschichte, die in all diesen Namen und Büchern enthalten scheint, wird durch spielerische Leichtigkeit und schelmisches Vergnügen, die den assoziativen Stillleben innewohnen, aufgewogen, ja aufgehoben.

Tous ces noms et livres semblent porter un concentré d'histoire de l'art. Celui-ci est contenu, pesé, voire sublimé dans des natures mortes en résonnance, animées par une légèreté ludique et une jouissance friponne.

Marcel Scheible

Nesa Gschwend

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Das Maison Turberg ist ein spezieller Ort in diesem kleinen Städtchen dieses riesige Haus. Räume mit langen Geschichten lassen viele Querverbindeungen über künstlerische Positionen und über verschiedene Zeiten zu. Ich fand es sehr anregend dort auszustellen. Hoffe es kann weiter bestehen.

Nesa Gschwend

Paul Zoller

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Elementare, doch wenig systematische Exkursionen: Dort hinüber, zu den Feldwegen und entlang den Weidenbäumen bis an die Weltenränder.

Excursions élémentaires mais peu systématisées: au-delà des frontières, vers les chemins de campagne, le long des arbres de prairie, jusqu'aux confins des mondes.

Paul Zoller

Rafael Lutter

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Malen ist das Auftragen von Farbe, das Bilden von Formen, das Erkennen von Farbe und Form. Der wechselwirkende Prozess von Malen und Betrachten findet im Atelier statt. Diesen Prozess nenne ich Bildfindung. Dem gefundenen Bild wohnt Eigenständigkeit inne. Das Bild im Raum wird zum Gegenüber.

Peindre est l'application de couleurs, la génération de formes, la reconnaissance de la couleur et de la forme. Le processus évolutif de l'acte de peindre et de considérer a lieu en atelier. Je nomme ce processus «découverte d'image». Ainsi naissent mes tableaux. L'image ainsi découverte est empreinte d'originalité. L'image dans l'espace devient un vis-àvis.

Remo Hobi

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Robert Siegenthaler

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Sabine Trüb

Serge Grobéty

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Quelque cailloux et petites pierres.

Stefanie Grubenmann, Irina Ungureanu

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In der «Stripsody» von Cathy Berberian und dem «Lamento della Ninfa» von Monteverdi herumspazieren und herausfinden, wie sich Innerlichkeit, Exaltiertheit, und purer Klang verbinden oder sich miteinander anlegen. Ein zweistimmiger Klangperformancespaziergang von Irina Ungureanu und Stefanie Grubenmann durch die Maison Turberg vom Dach bis in den Keller.

Errer dans «Stripsody» de Cathy Berberian et dans «Lamento de la nymphe» de Monteverdi pour découvrir comment l'intériorité peut être exaltée; ainsi relier de pures sonorités ou créer en commun. Performance à deux voix.

Valentin Hauri

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Ich skizziere die Ufer eines Baches, wähle dabei sorgfältig mein Grün, und dann warte ich auf den Bach.

J'esquisse les rives d'un ruisseau en choisissant bien mes verts, puis j'attends le ruisseau.

Die Ausstellungsreihe im historischen Maison Turberg ist aus verschiedenen Gründen aussergewöhnlich. Die alte Stadt Pruntrut. Kein Ort, den man auf der Durchreise streift. Ausserhalb der Schweiz, ausserhalb der Zeit, eine rohe, auch herzliche Stimmung. Die Zweisprachigkeit, ein Doppelsinn, weist bereits auf den magischen Zustand der Ambiguität. Diese Vorgabe kann Künstler inspirieren. Jeweils der erste Sonntag in einem Monat. So gelingt es, die Ereignisse auf eine kurze, intensive Zeitspanne zu konzentrieren. Die Begegnungen und Gespräche unter Künstlern, Besuchern, Vermittlern (aus ganz verschiedenen Kreisen und Orten) kommen so häufiger zustande, man verpasst sich weniger. Es stellt sich mehr Präsenz und Intensität ein (aus allen Himmelsrichtungen). Die Ausstellungsräume, die in stets wechselnden Konstellationen genutzt und bespielt werden, repräsentieren als Räume ganz unterschiedliche Ausgangslagen. Auch diese Vorgabe kann Künstler inspirieren. Für meine Ausstellung kleinformatiger Oelgemälde waren die perfekt restaurierten Räume und die Lichtverhältnisse ideal. Die professionelle Betreuung bei der Vorbereitung und beim Aufbau der Ausstellung ist auf angenehm hohem Niveau. Dinge, die erfahrungsgemäss Zeit brauchen, werden mit dem nötigen Respekt angegangen. Es gibt die Möglichkeit, aber nicht den Zwang zum Diskurs. Da kaum kommerzielle Interessen im Spiel sind, öffnet sich ein grösserer Raum für grundsätzliche (konzeptuelle, spielerische, experimentelle etc.) Arten des Vorgehens beim Aufbau einer Ausstellung. All diese und weitere Erfahrungen, die ich mit dem Ort und dem Kuratorenteam – im Zusammenhang mit meiner Ausstellung oder als Besucher – gemacht habe, sind aus meiner Sicht ideal für Künstler, die ihre Arbeit als etwas Bewegliches, Freies verstehen und an Zwiesprache und Diskurs grundsätzlich interessiert sind.

Valentin Hauri

Verena Thürkauf


Eine Installation in situ mit Kartonschachteln und Farbe.

Verena Thürkauf

Waldemar Alex Weber

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Bilder mit dem Werktitel "radical paintings": Bei der einen Serie kommen die Farbschichtungen durch längere Arbeitsprozesse übereinander zu liegen. Es entstehen monochrome Farbkörper. Bei der anderen Serie werden die Farbschichten in Reihungen aufgetragen. Aus dem gewollten Ineinanderfliessen benachbarter Farbbereiche resultieren dynamische optische Prozesse.

Des images intitulées "Radical Paintings": dans une des séries, on trouve l'application de couches de peinture par un lent processus de travail. Des objets monochromes sont générés. Dans l'autre série, les couleurs sont déposées en rangées. De la fusion désirée d'éléments colorés proches résulte un processus optique dynamique.

Presse

  • Kunstbulletin, Nr. 4, 2010, Anneliese Zwez
  • Webjournal 21, 19. Juni 2011, Laura Weidacher
  • Le Quotidien Jurassien, 4. August 2011, MJ
  • Basler Zeitung, 31. August 2011, Peter Burri
  • Programm Zeitung, Mai 2012, Dagmar Brunner

Epilog

Die Entwicklungsziele

Die Zusammenfassung der Diskussion zur Entwicklung des Projekts. August 2012.

Das Maison Turberg samt der gegebenen Infrastruktur der Kunst und Kultur auch weiterhin offen zu halten ist unser Anliegen und Grund für die vorliegende frische Projektierung von Le 1er dimanche. Zusammenfassend wollen wir die Ausstellungsreihe Le 1er dimanche finanziell und organisatorisch stärken, inhaltlich präzise erweitern sowie den Bekanntheitsgrad steigern. Damit wollen wir ein schlankes, doch solides, kulturelles Angebot in der eher peripher gelegenen Region schaffen.

Dieses Ziel wollen wir durch die Realisierung der folgend gelisteten Massnahmen erreichen:

  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Künstlerschaft aus dem frankophonen Raum (Romandie und angrenzendes Elsass). Atelierbesuche. Kontakte zu Ausstellungsorganisationen in diesen Regionen.
  • Einbindung performativer Elemente wie Performances, Tanz, Lesungen, Kurzkonzerte.
  • Finanzielle Aufwandsentschädigung der Ausstellenden.
  • Investitionen in die Kunstvermittlung.
  • Vernetzung mit Organisationen, Institutionen, die ähnlich strukturiert sind.
  • Schaffung einer Trägerorganisation.
  • Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit.
  • Auslagerung der Ressorts Catering, Abwartung, Reinigung an Dienstleister vor Ort.
  • Verbesserte Anbindung an lokale Behörden, Kulturinstitutionen und Presse.
  • Vermietung einer bereits ausgebauten 2 1/2-Zi Wohnung an Artists in Residence, Praktikumsaufenthalt für Kunstwissenschaftler, Musiker, Schriftsteller.
  • Tages- oder Wochenvermietungen der Ausstellungsräume an Drittveranstalter
  • Ausbau des Sockelgeschosses für Vermietung oder synergetische Nutzung.

Das wars dann!

Zum Jahreswechsel 2012/13 fand die Ausstellungsreihe ihr Ende. Es wurde mit der folgenden Nachricht angezeigt:

Das Maison Turberg in Porrentruy hat den Besitzer gewechselt. Für Le 1er dimanche bedeutet dies das Aus! Obwohl uns diese Tatsache etwas plötzlich trifft, müssen wir sie akzeptieren. Statt traurig zu sein, möchten wir am nächsten Sonntag gerne die wunderbare Zeit im Maison Turberg feiern. Herzliche Einladung zum Buffet und auf ein Glas Wein zum Anstossen!

Ihr Künstlerinnen und Künstler habt uns Eure Werke immer grosszügig anvertraut. Wir als Kuratorenteam und Organisatoren durften aushecken, realisieren, kommunizieren, begegnen und jeweils am ersten Sonntag jeden Monats all die netten Besucher empfangen und bewirten. Wir haben es gern gemacht! Die Begegnung mit jedem einzelnen von Euch war aufregend und bereichernd. Eure Kooperation, Eure Präsenz an den Sonntagen und die interessierten Besucherinnen und Besucher machten Le 1er dimanche erst zu dem, was es über die drei Jahre hinweg wurde.

Den vormaligen Besitzern danken wir ganz herzlich, dass sie uns während 3 Jahren das ganze Haus zur Nutzung überlassen haben, damit der Geist der Kunst die Räume beleben durfte.

La Maison Turberg de Porrentruy a changé de propriétaire. Cela signifie l'arrêt inéluctable des Premiers dimanches. Bien que cette réalité nous touche de manière subite, nous ne devons pas moins l'accepter. Plutôt que de manifester des sentiments de tristesse, remémorons-nous les moments heureux que nous y avons partagés. Un buffet et un verre de vin vous y attendront.

Vous, les artistes qui nous avez généreusement confié vos oeuvres, nous, en tant que curateurs et organisateurs, avons eu le plaisir de communiquer, gérer, réaliser, rencontrer et accueillir, chaque Premier dimanche du mois, de nombreux visiteurs. Nous l'avons fait avec plaisir. La rencontre avec chacun d'entre vous a été stimulante et enrichissante. Votre coopération, votre présence fidèle aux Dimanches, tout comme l'intérêt des visiteurs ont suscité une expérience que nous n'oublierons pas de si tôt.

Nous tenons à remercier cordialement les anciens propriétaires pour nous avoir confié l'ensemble de cette demeure gracieusement durant trois ans et permis ainsi à l'esprit de l'art d'habiter ces espaces.

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Author: Paul Zoller,

Date: 10-02-2017

Emacs 26.1 (Org mode 9.1.13)